Mittwoch, 21 August 2019

Camillo Aschenputtel

Seit neustem hat Camillo einen weiteren SPITZnamen: Aschenputtel.
Wie er zu diesem Namen kam, erzähle ich jetzt.


Da wir eine Holzheizung haben und im Sommer oft Lagerfeuer machen, entsteht viel Asche. Die lagern wir dann in einer Nische in einem Betonbecken. Die Abgrenzungsmauer ist etwa einen Meter hoch und zehn Zentimeter breit. An der Decke darüber hängen wir an Schnüren einige Weidenkörbchen auf, um Platz zu sparen.
Ein super Versteck für Mäuse! Das dachte sich wohl auch jene Maus, die vormittags in einem dieser selbst gemachten Körbchen friedlich eine Nuss knabberte.
Camillo bemerkte sie und bellte wie närrisch vor Aufregung. Eine Maus! Und so nah!
Da er die Maus vom Boden nicht erreichen konnte, sprang er auf die viel zu schmale Abgrenzungsmauer des Aschebeckens. Seine Rudelchefin rief noch "Nein! Runter da!", aber da stürzte er schon in die Asche, wodurch eine riesige Wolke aufwirbelte. Erschrocken versuchte er, wieder aus der Asche zu springen, versank aber nur noch tiefer darin. Schnell öffnete seine Rudelchefin ein Gitter, sodass Camillo niesend und staubend, in seiner Ehre verletzt, aus der Asche kriechen konnte. Welch eine Schmach! Die Maus war ihm doch tatsächlich entwischt!
Grund genug für ihn, um den Rest des Tages zu fasten und um das Ich-bin-ja-so-ein-armer-begossener-Pudel-äh-Spitz-Gesicht aufzusetzen.